Krankheitsbild: Psychosen
Sicherheit gewinnen, Alltag gestalten: Professionelle Hilfe bei der Nachsorge und Stabilisierung von Psychosen
Psychose: Den Realitätsbezug wiederherstellen und seelische Stabilität gewinnen
Welche Ursachen können Psychosen haben?
Primäre (endogene) Psychosen
etwa im Rahmen einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis oder einer schweren affektiven Störung
Sekundäre (exogene) Psychosen
ausgelöst durch organische Ursachen wie neurologische Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen.
Substanzinduzierte Psychosen
ausgelöst oder begünstigt durch den Konsum bestimmter Substanzen.
Leide ich an einer Psychose?
Die Befürchtung, die Verankerung in der Realität zu verlieren oder von einer seelischen Entfremdung betroffen zu sein, löst bei den Betroffenen häufig tiefe Unsicherheit und Ängste aus. Eine psychotische Entwicklung verläuft jedoch in den meisten Fällen schleichend und geht mit feinen Wahrnehmungsveränderungen einher, die für das persönliche Umfeld anfänglich nur schwer greifbar sind.
Wie zeigt sich eine psychotische Entwicklung? Eine Psychose tritt selten unvorbereitet auf, sondern kündigt sich vielfach durch subtile Veränderungen im Wahrnehmen und Erleben an. Da das Beschwerdebild bei jedem Menschen sehr individuell ausgeprägt ist, gilt es, auf aufmüpfige Abweichungen vom gewohnten Befinden zu achten.
Eine verlässliche Diagnostik erfordert stets fundierte fachärztliche Expertise. Das Auftreten einzelner Auffälligkeiten ist keineswegs ein eindeutiger Nachweis für eine Psychose. Zahlreiche Symptome können ebenso die Folge starker Belastungsreaktionen, massiven Schlafmangels, neurologischer Grunderkrankungen oder anderer akuter psychischer Krisen sein.
Was Sie jetzt tun können: Wenn Sie entsprechende Veränderungen bei sich selbst oder einer Ihnen nahestehenden Person feststellen, steht am Anfang immer die professionelle und sorgfältige Abklärung.
Psychosen behandeln: Ihr Weg in der Tagesklinik
Individuelle Behandlungsplanung: Ihr fester Bezugstherapeut bzw. Ihre feste Bezugstherapeutin erstellt gemeinsam mit Ihnen und unter fachärztlicher Leitung einen Therapieplan, der bei Bedarf eine medikamentöse Weiterbehandlung mit psychotherapeutischen Verfahren kombiniert.
Psychoedukation: Sie erhalten fundiertes Wissen über Ihre Erkrankung sowie Strategien zum Umgang mit Frühwarnzeichen.
Komplementäre Verfahren: Musik-, Ergo- und Bewegungstherapie sowie Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin ergänzen die Behandlung.
Soziale Reintegration: Unser Sozialdienst unterstützt Sie bei der Rückkehr in Alltag und Beruf sowie bei der Planung der weiteren ambulanten Anbindung.
Ziel der Behandlung
Ziel ist neben der Stabilisierung der Symptomatik die Wiedererlangung Ihrer psychosozialen Handlungsfähigkeit im Alltag – bei fortlaufender Anbindung an Ihr häusliches Umfeld während der gesamten Behandlung.