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Krankheitsbild: Schlafstörung

Durchbrechen Sie die Spirale der Schlaflosigkeit für Ihre erholsame Nachtruhe.

Schlafstörungen zählen zu den am häufigsten auftretenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und wirken sich oft erheblich auf die tägliche Leistungsfähigkeit sowie die allgemeine Lebensqualität aus. Häufig sind sie ein deutliches Signal des Körpers, das auf tieferliegende seelische oder körperliche Belastungen hinweist und eine fachkundige diagnostische Abklärung erfordert.

Nach medizinischen Standards (ICD-10/ICD-11) wird eine Schlafstörung (Insomnie) als ein anhaltender Mangel an Schlafdauer oder Schlafqualität definiert. Betroffene tun sich schwer beim Einschlafen, wachen nachts häufig auf oder wachen bereits in den frühen Morgenstunden auf, ohne wieder in einen erholsamen Schlaf zu finden. In der Psychosomatik behandeln wir Schlafstörungen nicht als bloße Befindlichkeitsstörung, sondern als ernstzunehmendes Symptom. Sie stehen oft in engem Zusammenhang mit chronischen Stressreaktionen, Depressionen oder Angststörungen.

Schlafstörung: Wenn die Nacht zur Belastung wird – Schlafstörungen nachhaltig behandeln.

Welche Formen gibt es?

Einschlafstörungen

anhaltendes Wachliegen trotz Müdigkeit, oft begleitet von kreisenden Gedanken.

Durchschlafstörungen

mehrfaches nächtliches Erwachen, das die Erholungswirkung des Schlafs mindert.

Frühmorgendliches Erwachen

vorzeitiges Ende der Nachtruhe, oft verbunden mit gedrückter Stimmung.

Tagesmüdigkeit

Konzentrationsstörungen und erhöhte Reizbarkeit als Folge des Schlafmangels.

Man unterscheidet außerdem primäre Schlafstörungen ohne erkennbare Grunderkrankung von sekundären Formen, die als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auftreten, sowie spezifische Formen wie Schlafapnoe oder Restless-Legs-Syndrom, die eine gezielte fachärztliche Diagnostik erfordern.

Leide ich an einer Schlafstörung?

Eine diagnostische Einordnung erfolgt meist dann, wenn Beschwerden über mindestens einen Monat und mindestens dreimal pro Woche auftreten. Kurzfristige Schlafprobleme in Belastungsphasen sind dagegen eine normale Reaktion des Körpers. Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Störung können sein: eine Einschlafdauer von regelmäßig mehr als 20 Minuten, häufiges nächtliches Wachliegen, spürbare Erschöpfung trotz ausreichender Bettzeit oder eine wachsende Erwartungsangst vor der nächsten schlaflosen Nacht. Ein zwei Wochen geführtes Schlaftagebuch kann als Grundlage für die fachärztliche Diagnostik hilfreich sein.

Anerkannte psychische Krankheiten

Ärzte und Psychotherapeuten haben sich auf eine anerkannte Liste psychischer Krankheiten verständigt.
Anerkannte psychische Krankheiten finden sich in einer so genannten ICD-10-Liste. Die ICD-10-Liste ist eine international gültige Einteilung aller körperlichen und psychischen Krankheiten. Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation erarbeitet und ist in Deutschland verbindlich.
Die psychischen Erkrankungen werden danach unterschieden, an welchen aktuellen Symptomen ein Patient leidet. In vielen Fällen liegen bei Patienten mehrere psychische Störungen gleichzeitig vor.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?

In der Schlafmedizin unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Hauptformen: Primäre Schlafstörungen entstehen eigenständig und ohne direkte körperliche oder psychische Grunderkrankung – häufig begünstigt durch anhaltenden Stress. Sekundäre Schlafstörungen hingegen treten als Begleiterscheinung oder Folge anderer Leiden auf, darunter depressive Episoden, chronische Schmerzzustände oder hormonelle Veränderungen. Darüber hinaus erfordern spezielle Krankheitsbilder wie das Restless-Legs-Syndrom oder die Schlafapnoe (systematische Atemaussetzer während des Schlafes) eine gezielte fachärztliche Abklärung.

Schlafstörungen behandeln: Ihr Weg in der Tagesklinik

  • Individuelle Psychotherapie: Verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische Ansätze zur Identifikation zugrunde liegender Konflikte und Stressfaktoren.

  • Schlafhygiene: wissenschaftlich fundierte Methoden zur Förderung eines gesunden Schlafverhaltens.

  • Entspannungsverfahren: Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training und Atemtherapie.

  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Akupunktur zur Harmonisierung des vegetativen Nervensystems.

  • Bewegung und Natur: therapeutisches Wandern und Sportangebote im Bergischen Land

  • Medizinische Begleitung: bei Bedarf leitliniengerechte medikamentöse Unterstützung durch Ihren behandelnden Facharzt

 

Ihr Bezugstherapeut

Jedem neu aufgenommenen Patienten wird ein Bezugstherapeut zugeordnet, der für die Durchführung der Einzelpsychotherapie verantwortlich ist. In der Einzelpsychotherapie geht es darum, eine Symptomremission bzw. -verbesserung zu erreichen, indem aktuelle Konflikte des Patienten oder sein spezifisches Entwicklungsdefizit vor dem Hintergrund seiner individuellen Lebensgeschichte verstanden werden.